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VDM News

Wacken:Music:Camp goes digital

Erstmalig finden ab dem 4. Juli 2020 die Wacken:Digi:Sessions statt. Diese krisenfeste Alternative zum beliebten Wacken:Music:Camp wurde entwickelt, da aufgrund der Corona-Krise die Musikfreizeit nicht wie gewohnt durchgefĂŒhrt werden kann. Die jungen Metalheads können dank des digitalen Konzepts trotz Corona-EinschrĂ€nkungen online eigene Bands zu grĂŒnden und musikalisch kreativ werden: Nur auf das W:O:A-FestivalgelĂ€nde muss in diesem Jahr verzichtet werden.

 

„Wir wollen auch in diesen besonderen Zeiten den Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich kreativ auszuleben und ihrer musikalischen Leidenschaft nachzugehen. Daher wird es 2020 ein ‘virtuelles Camp‘ geben“, so Matthias Edeler vom Landesverband der Musikschulen in Schleswig-Holstein, der das Projekt gemeinsam mit Enno Heymann von der Wacken Foundation leitet.

 

Statt das Wacken:Music:Camp ersatzlos abzusagen, haben sich die beiden Projektleiter nicht entmutigen lassen und kurzerhand das Konzept der Wacken:Digi:Sessions entwickelt. Das Programm des sonst einwöchigen Musikcamps auf dem W:O:A-FestivalgelĂ€nde wird nun auf zwei Wochen gestreckt. Die Teilnehmenden erhalten online Instrumental-, Gesangs- und Songwritingworkshops und nehmen an einer eintĂ€gigen Aufnahme-Session in einem Tonstudio teil. Wie beim W:M:C werden auch bei den Wacken:Digi:Sessions die Workshops durch namhafte Musiker der Szene geleitet, u.a. durch Noa Gruman von „Scardust“, Nibbs Carter von „Saxon“ und Linus Klausenitzer von „Obscura“.

 

Unter dem Motto "Selber Musik machen auf dem W:O:A-FestivalgelĂ€nde" findet das Wacken:Music:Camp bereits seit 2014 immer in den schleswig-holsteinischen Sommerferien statt. Das Camp wird vom Landesverband der Musikschulen in Schleswig-Holstein in Kooperation mit Kurs 54°N Verein Kulturraum Steinburg veranstaltet und u.a. durch die Wacken Foundation gefördert. Fortgeschrittene Bandmusiker und Musikneulinge im Alter von 13 bis 17 Jahren grĂŒnden in inspirierender Camp-AtmosphĂ€re eigene Bands und schreiben eigene Songs. Schon seit GrĂŒndung des Projekts stehen die Aspekte Teamgeist, Do-it-yourself-Haltung und kreative Freiheit im Mittelpunkt. Das Konzept der Wacken:Digi:Sessions bietet die Möglichkeit, auch in Corona-Zeiten bei genau diesen Aspekten keine Abstriche machen zu mĂŒssen. Den Veranstaltern ist es wichtig, den Jugendlichen auch in der aktuellen Krisenzeit kreative EntfaltungsrĂ€ume zu bieten.

 

Weitere Informationen unter https://musikschulen-sh.de/

Deutsche Streicherphilharmonie nimmt Proben- und Konzertbetrieb wieder auf

Ein halbes Jahr seit ihrem letzten Konzert ist vergangen – jetzt ist es wieder soweit: Die Deutsche Streicherphilharmonie startet am 4. Juli mit ihren Proben und gibt am 8. Juli ihr erstes Konzert seit den Corona-Schließungen.

 

Nach dem bejubelten Auftakt ihrer Deutschlandtournee im JubilĂ€umsjahr „30 Jahre deutsche Einheit“ im Dresdner Kulturpalast mussten die Konzerte des jĂŒngsten Bundesauswahlorchesters im FrĂŒhjahr und Sommer von den Veranstaltern abgesagt werden. Mit zwei Online-Konzerten, bei denen der junge Stargeiger Stephen Waarts von San Francisco aus mitwirkte, ĂŒberbrĂŒckten die 11- bis 20-jĂ€hrigen Musikerinnen und Musiker und ihr Chefdirigent Wolfgang Hentrich die vielen Wochen ohne Proben- und Konzertmöglichkeiten.

 

Hentrich, Erster Konzertmeister der Dresdner Philharmonie, und das Organisationsteam der Deutschen Streicherphilharmonie in Bonn bewahrten sich bei allen Widrigkeiten die Hoffnung, statt der abgesagten fast dreiwöchigen Sommertournee zumindest fĂŒr kurze Zeit den Orchestermitgliedern einen „echten“, nichtvirtuellen Probenraum schaffen zu können.

 

Mit der Musikakademie Schloss Weikersheim, die von der Jeunesses Musicales Deutschland (JMD) betrieben wird, und dem Veranstalter der neuen TauberPhilharmonie Weikersheim standen von Beginn an zwei Partner zur VerfĂŒgung, die diese PlĂ€ne mit grĂ¶ĂŸtmöglicher FlexibilitĂ€t unterstĂŒtzten.

 

Die Idee, zwei aufeinanderfolgende fĂŒnftĂ€gige Probenphasen in jeweils halber Besetzung (etwa 35 Orchestermitglieder) durchzufĂŒhren und mit je einem Konzert in der TauberPhilharmonie zu beenden, schien aufgrund der großzĂŒgigen Proben- und Unterkunftsbedingungen in Schloss, Konzertsaal und Logierhaus durchaus realistisch. Die JMD hatte ein ausgeklĂŒgeltes Sicherheits- und Hygienekonzept entwickelt und wartete auf die behördliche Genehmigung zur Wiederaufnahme des Akademiebetriebs.

 

Knapp drei Wochen vor Beginn der ersten Probenphase erhielten die jungen Musikerinnen und Musiker dann die lang ersehnte Nachricht: Es darf vor Ort geprobt und konzertiert werden. WĂ€hrend in Weikersheim rasch die Werbetrommel fĂŒr die beiden Konzerte am 8. und 12. Juli gerĂŒhrt wurde, bereiteten sich die Orchestermitglieder, das langbewĂ€hrte Dozententeam vom Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und Chefdirigent Wolfgang Hentrich auf die intensive Probenzeit vor. Schließlich gilt es, auch in der ungewohnt geteilten Besetzung die hohe QualitĂ€t der musikalischen Ausbildung zu prĂ€sentieren, fĂŒr die das junge Spitzenensemble der Musikschulen steht.

 

Die Chancen, das nĂ€chste Konzert dann wieder in grĂ¶ĂŸerer Besetzung spielen zu können, stehen gut: Die BĂŒhne des Konzerthauses Berlin bietet auch unter BerĂŒcksichtigung der aktuell notwendigen Abstandsregeln Platz fĂŒr ein großes Streicherensemble. Am 30. September 2020 spielt die Deutsche Streicherphilharmonie dort unter anderem mit dem gefeierten Solisten Alexej Gerassimez das Marimbaphonkonzert Nr. 1 von Ney Rosauro. Auch hierfĂŒr wird in Weikersheim intensiv geprobt.

 

1973 als Rundfunk-Musikschulorchester der DDR gegrĂŒndet ist das Ensemble bereits seit vielen Jahren ein klingender Botschafter einer erfolgreichen Wiedervereinigung. Seit 1991 hat es seinen Sitz in Bonn in der TrĂ€gerschaft des Verbands deutscher Musikschulen (VdM). Die Deutsche Streicherphilharmonie wird gefördert durch das Bundesministerium fĂŒr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

 

Weitere Informationen unter www.deutsche-streicherphilharmonie.de

 

Presseservice:

DSP-Logo und Fotos sind abrufbar unter www.musikschulen.de/service/presse/pressematerial/downloads-presse/index.html

 

Pressekontakt:

 

Brigitte Baldes

Gesamtleitung Deutsche Streicherphilharmonie

VdM Verband deutscher Musikschulen e.V.

Tel.: 0228/95706-15

baldes( at )musikschulen.de

 

Claudia Wanner

Pressesprecherin
Verband deutscher Musikschulen e.V.
Tel.  0228/95706-21
presse( at )musikschulen.de

 

Vergesst nicht die Musik!

Was als unmittelbare Reaktion auf die Corona-Pandemie bildungspolitisch nachvollziehbar war, darf nicht zum Normalzustand werden: der Wegfall des Musikunterrichts zugunsten der sogenannten KernfĂ€cher. WĂ€hrend weltweit Spontankonzerte den Menschen Trost in einer dunklen Zeit spendeten und mit Streamingkonzerten die emotional-kĂŒnstlerischen BedĂŒrfnisse der Menschen stillten, verstummte der Musikunterricht an Schulen nahezu vollkommen, wie eine aktuelle bundesweite Umfrage des Bundesverbandes Musikunterricht (BMU) ergab: Im digitalen Distanzunterricht ließ die Aufgabenflut anderer FĂ€cher kaum Raum fĂŒr die Auseinandersetzung mit Ă€sthetischen Fragestellungen. Nach dem allmĂ€hlichen Hochfahren des PrĂ€senzunterrichts wurde der Mangel an Personal und RĂ€umen als BegrĂŒndung angefĂŒhrt. „Das Musizieren im Keyboardraum wird wegen der Infektionsgefahr untersagt, wĂ€hrend der Informatikraum selbstverstĂ€ndlich genutzt wird“, so eine Gymnasiallehrerin in der Umfrage.

 

Vor allem aber scheint sich das Bild von singenden Menschen als „Superspreader“ festgesetzt zu haben. „Dabei kann vielfĂ€ltiger Musikunterricht auch gelingen, solange das Singen nur eingeschrĂ€nkt möglich ist: Musikhören, Musikgeschichte, der reflektierende Umgang mit Musik und instrumentales Musizieren sind zentrale Bereiche musikalischer Bildung an Schulen“, so BMU-PrĂ€sident Michael Pabst-Krueger. „Die besondere Kraft der Kunst, der Enthusiasmus, der sich im Konzert auf die Zuhörer ĂŒbertrĂ€gt, ist auch Tag fĂŒr Tag im Klassenzimmer erlebbar.“

 

Im kommenden Schuljahr muss unter Einhaltung der jeweils gebotenen Abstands- und Hygieneregeln daher nicht nur der regulĂ€re Musikunterricht wieder erteilt, sondern auch eine behutsame Wiederaufnahme musikpraktischer Arbeitsgemeinschaften ermöglicht werden: Nur so können wir ein Ensemblesterben verhindern, das in den Schulen einen massiven Flurschaden hinterlassen wĂŒrde. In einer Zeit, in der Kinder und Jugendliche mit sehr starken EinschrĂ€nkungen im Freizeitbereich leben mĂŒssen und ihre sozialen Kontakte unter Gleichaltrigen verlieren, dĂŒrfen wir ihnen die Musik nicht auch noch wegnehmen: Musik und die anderen kĂŒnstlerischen FĂ€cher sind zurzeit wichtiger denn je!

Weitere Informationen des BMU zum Thema Corona-Virus und Musikunterricht: https://www.bmu-musik.de/service/digitaler-musik-unterricht-zu-zeiten-der-covid-19-pandemie

 

https://www.bmu-musik.de

Kulturminister Wolf besucht wiedereröffnete Musikschule Koblenz: ?Musikunterricht ist existenziell wichtig?

Nach dem Shutdown aufgrund der Corona-Pandemie konnten auch die Musikschulen in Rheinland-Pfalz seit dem 13. Mai ihren Unterricht wiederaufnehmen. Einzelunterricht und Unterricht in Kleinstgruppen war bereits ab dem 3. Mai wieder ermöglicht worden. Kulturminister Konrad Wolf hatte die Wiedereröffnung zum Anlass genommen und die Musikschule in Koblenz besucht.

 

Gemeinsam mit der Kulturdezernentin der Stadt Koblenz und PrĂ€sidentin des Landesverbands der Musikschulen Rheinland-Pfalz, Margit Theis-Scholz, informierte sich der Minister ĂŒber die Wiederaufnahme des instrumentalen und gesanglichen Musikunterrichts unter Einhaltung der geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen.

 

„Ich freue mich, dass der PrĂ€senzunterricht nun wieder stattfinden kann. Ich bin beeindruckt, wie die Lehrerinnen und Lehrer hier an der Musikschule der Stadt Koblenz auch wĂ€hrend der Schließung Wege gefunden haben, den Unterricht weiter aufrechtzuerhalten. Musikunterricht ist existentiell wichtig und fĂŒr SchĂŒlerinnen und SchĂŒler ein bedeutender Baustein zum eigenstĂ€ndigen musikalischen Arbeiten“, so Kulturminister Konrad Wolf. „Wenngleich es EinschrĂ€nkungen gibt und die Schutz- und Hygienevorschriften Beachtung finden mĂŒssen, habe ich den Eindruck gewonnen, dass der Unterrichtsbetrieb gut lĂ€uft und man das Beste ermöglicht.“

 

„Die Corona bedingten UmstĂ€nde haben die Schulleitung und LehrkrĂ€fte unserer Musikschule vor große Herausforderungen gestellt, die sie hervorragend gemeistert haben. Schnell und flexibel reagierten hier alle vor Ort um sowohl mit digitalen Formaten den Kontakt zu SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern zu ermöglichen als auch die Verbindung zu den Eltern nicht abreißen zu lassen“, betonte Theis-Scholz. „FĂŒr viele Kinder und Jugendliche war der online organisierte Musikunterricht sicher eine willkommene Abwechslung in der Home-Schooling-Phase, aber auch Gelegenheit ihre musikalischen FĂ€higkeiten weiterhin vertiefen zu können.“ 

 

Dank kreativer Ideen und alternativer Unterrichtsmethoden konnte mit Hilfe von Onlineunterricht und individueller Betreuung die KontinuitĂ€t des Unterrichts an der Musikschule in Koblenz gewĂ€hrleistet werden. Die Musikschule, in der TrĂ€gerschaft der Stadt Koblenz, ist die drittgrĂ¶ĂŸte Musikschule in Rheinland-Pfalz. Sie hat 60 LehrkrĂ€fte und unterrichtet ca. 3000 Belegungen von SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern. Das Unterrichtsangebot der Musikschule umfasst Instrumentalunterricht und Gesang. DarĂŒber hinaus werden zahlreiche Ensemble- und ErgĂ€nzungsfĂ€cher angeboten.

 

Rheinland-Pfalz hat 42 kommunal getragene Musikschulen im Land mit ca. 1.660 MusikschullehrkrĂ€ften. Die Landesregierung bewilligte im letzten Doppelhaushalt einen Landeszuschuss von 3,0 Millionen Euro in 2019 und 3,2 Millionen Euro in 2020 fĂŒr die 42 kommunalen Musikschulen, die Mitglied im Landesverband der Musikschulen in Rheinland-Pfalz sind. Damit stieg die Landesförderung um 400.000 Euro zum Jahr 2018.

 

„Wir unterstĂŒtzen die kommunalen Musikschulen als verlĂ€sslicher Partner. Sie haben wichtige kultur- und bildungspolitische Aufgaben in unseren StĂ€dten, Kreisen und Gemeinden, denn sie fĂŒhren Kinder, Jugendliche und Erwachsene an Musik heran und regen zum eigenen Musizieren an. Damit tragen sie entscheidend dazu bei, dass wir in unserem Land ĂŒber eine vielfĂ€ltige Musikkultur verfĂŒgen“, ergĂ€nzte der Minister.

 

(Quelle: Land Rheinland-Pfalz)

Kommunale Spitzenverbände für Öffnung schulischer Räume für Musikschulen und Volkshochschulen

Die Kommunalen SpitzenverbĂ€nde (Deutscher StĂ€dtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher StĂ€dte- und Gemeindebund) setzen sich mit Nachdruck fĂŒr die Wirkungsmöglichkeiten der Musikschulen und Volkshochschulen auch in Zeiten von Corona ein. In ihren Schreiben an ihre Mitglieder weisen sie darauf hin, dass kulturelle Bildungseinrichtungen wie Musikschulen und Volkshochschulen bei der Wiederöffnung schulischer RĂ€umlichkeiten fĂŒr außerschulische Bildungsangebote und bei der Planung der Schulraumnutzung angemessen berĂŒcksichtigt werden sollen: „Die Belange der außerschulischen Bildungseinrichtungen, insbesondere Musikschulen und Volkshochschulen, sollten bei den Konzepten der SchultrĂ€ger berĂŒcksichtigt werden.“, schrieb der Deutsche Landkreistag an die Mitglieder des Kulturausschusses und seine LandesverbĂ€nde.

Damit reagieren die Kommunalen SpitzenverbĂ€nde auf das „Rahmenkonzept der Kultusministerkonferenz zum Thema Schulöffnungen“ der Kultusministerkonferenz vom 28. April 2020.

 

Als SchultrĂ€ger wie auch als TrĂ€ger der SchĂŒlerbeförderung haben die Kommunen bei der Öffnung der Schulen und der Wiederaufnahme des Schulbetriebes an allgemein bildenden Schulen dabei die Anforderungen an Hygiene und Infektionsschutz zu gewĂ€hrleisten. FĂŒr den Deutschen StĂ€dte- und Gemeindebund (DStGB) sei es allerdings wichtig, neben diesen Anforderungen „auch die Belange der außerschulischen Bildungseinrichtungen bei den Konzepten zu berĂŒcksichtigen. Das gilt insbesondere fĂŒr Musikschulen und Volkshochschulen“, da von diesen vielfach die RĂ€umlichkeiten der allgemein bildenden Schulen am Nachmittag und Abend genutzt werden. „Als wesentliche Bestandteile der kommunalen Bildungslandschaft mĂŒssen sie bei den Planungen angemessen berĂŒcksichtigt werden.“, betont der DStGB (DStGB-Aktuell vom 7.5.2020).

 

Ebenso erklĂ€rt der Deutsche StĂ€dtetag (DST), dass Musikschulen und Volkshochschulen „in besonderem Maße davon abhĂ€ngig, dass außerschulische Bildungsangebote wieder in RĂ€umlichkeiten öffentlicher Schulen durchgefĂŒhrt werden können.“   Sie seien „zentraler Bestandteil des kulturellen Bildungsauftrags der StĂ€dte und sollten daher bei der organisatorischen Planung und Wiederaufnahme des Schulbetriebs mitbedacht werden.“ (Schreiben des DST an seine Fachbereiche Bildung und Kultur vom 22.5.2020).

 

AuszĂŒge aus den Schreiben der Kommunalen SpitzenverbĂ€nde

Einsatz des Verbandes deutscher Musikschulen für teilweise Öffnung der Musikschulen zeigt erste Wirkungen

Der Verband deutscher Musikschulen (VdM) begrĂŒĂŸt die schrittweise, verantwortungsvolle Öffnung von Musikschulen in verschiedenen BundeslĂ€ndern ab dem 4. Mai 2020.

 

„In den kommenden Tagen geht es um die Vorbereitung und Umsetzung der notwendigen Hygienemaßnahmen an den Musikschulen. Eine Aufgabe, die die öffentlichen Musikschulen kompetent und mit hohem Engagement umsetzen werden“, so der Bundesvorsitzende des VdM, Ulrich Rademacher. „Der VdM und die LandesverbĂ€nde der Musikschulen haben sich mit großem Einsatz dafĂŒr stark gemacht, dass der Musikunterricht in den Musikschulen vor Ort fĂŒr viele Kinder und Jugendliche wieder möglich wird. So können weitere BrĂŒche in der Ausbildung verhindert werden. Wir freuen uns sehr, dass Landesregierungen hier ihr Augenmerk auch auf die wichtigen Bildungsinstitutionen Musikschulen gerichtet haben und Unterricht – unter den erforderlichen Hygienemaßnahmen – wieder teilweise ermöglichen. Ein großer Dank geht dabei auch an die Kommunalen SpitzenverbĂ€nde, die im guten Austausch mit dem VdM sehr dazu beitragen, dass das musikalische Bildungsangebot der Musikschulen nun wieder schrittweise möglich wird.“, so Rademacher.

 

In seinem Schreiben an die Bundesregierung und die Landesregierungen hat sich der VdM gemeinsam mit den LandesverbĂ€nden der Musikschulen fĂŒr die Wiederaufnahme des PrĂ€senzunterrichts zum 4. Mai 2020 eingesetzt. Hierzu hat der VdM fĂŒr die öffentlichen Musikschulen in Deutschland und deren zumeist kommunale TrĂ€ger Konzepte zur Wiederinbetriebnahme an Musikschulen entwickelt, worin in einem 3-Punkte-Plan Möglichkeiten und detaillierten Voraussetzungen fĂŒr eine schrittweise Öffnung der Musikschulen unter Einhaltung der Hygienebestimmungen und der Nachverfolgung von Infektionsketten ausgefĂŒhrt werden.

 

Erste teilweise Musikschulöffnungen wurden von Landesregierungen ab dieser Woche nach aktuellem Stand bisher fĂŒr Baden-WĂŒrttemberg, Bremen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und ThĂŒringen mitgeteilt (https://www.musikschulen.de/aktuelles/news/index.html?newsid=2860)

 

Weitere Informationen unter www.musikschulen.de.

Lockerungen für Musikschulen in verschiedenen Bundesländern

Voraussetzung dafĂŒr ist insbesondere die Einhaltung der Hygienevorschriften, des Mindestabstands und bestimmter RaumgrĂ¶ĂŸen.

 

Baden-WĂŒrttemberg:

In einem ersten Schritt können Musikschulen in Baden-WĂŒrttemberg ab 6. Mai mit dem Unterricht in Musiktheorie und Komposition zur Berufs- und Studienvorbereitung sowie mit Einzelunterricht an Streich-, Zupf- und Tasten- sowie Schlaginstrumenten starten. Weiterhin ausgeschlossen ist der Unterricht an Blasinstrumenten oder Gesang, da hier aufgrund der erhöhten Abgabe verbrauchter Atemluft von einer erhöhten Infektionsgefahr durch Tröpfcheninfektion und Aerosole auszugehen ist (Quelle: https://km-bw.de/,Lde/Startseite/Service/2020+05+04++Musik-+und+Jugendkunstschulen+nehmen+eingeschraenkten+Betrieb+auf/?LISTPAGE=131491)

 

Bayern:

Die Bayerische Staatsregierung hat am 5. Mai 2020 mitgeteilt, dass ab 11. Mai 2020 der Einzelunterricht an Musikschulen unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsvorschriften wieder erlaubt ist (Quelle: https://www.bayern.de/bericht-aus-der-kabinettssitzung-vom-5-mai-2020/?seite=1579)

 

Berlin:

GemĂ€ĂŸ § 12 Abs. 3 i.V.m. § 25 der Sechsten Verordnung zur Änderung der SARS-Cov-2-EindĂ€mmungsmaßnahmenverordnung vom 7. Mai 2020 dĂŒrfen „Musikschulen [
] fĂŒr den Individualunterricht und den Unterricht in Gruppen bis zu fĂŒnf Personen ab dem 11. Mai 2020 geöffnet werden. Gesangsunterricht und Unterricht mit Blasinstrumenten darf nur als Einzelunterricht erfolgen. DafĂŒr und fĂŒr den Unterricht im Bereich der Darstellenden Kunst sind besondere Schutzvorkehrungen zu treffen. Unterrichtsangebote, die das Sporttreiben beinhalten, sind nicht zugelassen.“

Die im ersten Satz genannte Zahl von fĂŒnf Personen versteht sich unter Einschluss der Lehrkraft und nur, soweit es die rĂ€umlichen VerhĂ€ltnisse und die zu wahrenden AbstĂ€nde erlauben.

Die 12 Berliner Musikschulen erarbeiten derzeit standortbezogene Hygiene- und Schutzkonzepte bzw. bereiten deren Umsetzung vor. Sobald dies erfolgt ist, können die Musikschulen entsprechend der Verordnung wieder öffnen. Dies wird allerdings voraussichtlich nicht vor dem 18. Mai 2020 der Fall sein. (Quelle: https://www.berlin.de/corona/massnahmen/verordnung/#headline_1_3)

 

Brandenburg:

In Brandenburg ist „der Instrumentalunterricht an Musikschulen oder durch selbstĂ€ndige MusikpĂ€dagoginnen und MusikpĂ€dagogen sowie der Unterricht an sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen jeweils mit bis zu fĂŒnf SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern“ seit dem 9. Mai 2020 wieder möglich, gemĂ€ĂŸ § 5 Abs. 4 Ziff. 10 der Verordnung ĂŒber Maßnahmen zur EindĂ€mmung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 in Brandenburg (SARS-CoV-2-EindĂ€mmungsverordnung - SARS-CoV-2-EindV) vom 8. Mai 2020. (Quelle: https://bravors.brandenburg.de/br2/sixcms/media.php/76/GVBl_II_30_2020.pdf)

 

Bremen:

Nach der Dritten Verordnung zur Änderung der Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vom 12. Mai 2020, Artikel 1, Punkt 4 a dĂŒrfen gemĂ€ĂŸ § 18 Abs. 1 der Verordnung an Musikschulen dĂŒrfen ab 13. Mai 2020 in Musikschulen PrĂ€senzveranstaltungen stattfinden, sofern hierbei ein Abstand zwischen den Teilnehmenden von mindestens 1,5 Metern gewĂ€hrleistet ist. FĂŒr Gesang- und Sportunterricht oder vergleichbare Angebote gilt, dass pro Person eine FlĂ€che von mindestens 10 Quadratmetern zur VerfĂŒgung zu stellen ist. Die geltenden Hygienebestimmungen sind einzuhalten. Die Einrichtungen haben einen Hygiene-plan nach den aktuell geltenden Empfehlungen zu erstellen und bei Bedarf zu aktualisieren. (Quelle: https://www.gesetzblatt.bremen.de/fastmedia/832/2020_05_12_GBl_Nr_0034_signed.pdf).

 

Hamburg:

GemĂ€ĂŸ § 5 Abs. 11 der Verordnung zur EindĂ€mmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in der Freien und Hansestadt Hamburg (Hamburgische SARS-CoV-2-EindĂ€mmungsverordnung - HmbSARS-CoV-2-EindĂ€mmungsVO) vom 2. April 2020 (gĂŒltig ab 13. Mai 2020) können Musikschulen ab dem 13. Mai 2020 ihre Leistungen an wechselnden Orten anbieten, wenn sie die Einhaltung eines von ihnen erstellten und dokumentierten Konzepts zum Infektionsschutz (Schutzkonzept) gewĂ€hrleisten.“ Hierzu gehören insbesondere u.a. die „Einhaltung des erforderlichen Mindestabstands von 1,5 Metern“ (Nr. 1), die „Einhaltung eines Mindestabstands von 3 Metern bei Angeboten, bei denen mit einer gesteigerten Atemluftemission zu rechnen ist, insbesondere beim Gesang oder bei dem Spielen von Blasinstrumenten“ (Nr. 2) sowie eine den „rĂ€umlichen VerhĂ€ltnissen angemessenen Begrenzung der Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die die Einhaltung des Mindestabstands nach Nummer 1 ermöglicht, die jedoch 15 Personen einschließlich der LehrkrĂ€fte nicht ĂŒbersteigen darf“ (Nr. 3). (Quelle: https://www.hamburg.de/verordnung.)

 

Hessen:

GemĂ€ĂŸ § 5 Abs 1 i.V.m. § 10 der Verordnung zur BeschrĂ€nkung von sozialen Kontakten und des Betriebes von Einrichtungen und von Angeboten aufgrund der Corona-Pandemie (Corona-Kontakt- und BetriebsbeschrĂ€nkungsverordnung) vom 7. Mai 2020 mit Wirkung ab dem 9. Mai 2020 hat der Unterricht an „Musik- und Kunstschulen [
] in zahlenmĂ€ĂŸig reduzierten Gruppen zu erfolgen, sodass ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen sichergestellt werden kann. Die GruppengrĂ¶ĂŸe darf in der Regel 15 Personen nicht ĂŒberschreiten. Die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene sind einzuhalten. Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die krankheitsbedingt, aufgrund ihres Alters oder des Stands ihrer geistigen, körperlichen und motorischen oder emotionalen und sozialen Entwicklung nicht in der Lage sind, den Mindestabstand einzuhalten, können nur einzeln unterrichtet werden.“ (Quelle: https://www.hessen.de/sites/default/files/media/leseafassung_cokobev.pdf.)

 

Mecklenburg-Vorpommern:

„Musik- und Jugendkunstschulen dĂŒrfen ab dem 11. Mai 2020 wieder geöffnet werden, wenn Auflagen zur Hygiene sowie zu Einlass- und KontaktbeschrĂ€nkungen umgesetzt werden; nĂ€heres wird durch den Erlass des Ministeriums fĂŒr Bildung, Wissenschaft und Kultur geregelt.“ (§ 8 Abs. 2 i.V.m. § 12 der Verordnung der Landesregierung MV zum Übergang nach den Corona-Schutz-Maßnahmen (Corona-Übergangs-LVO MV) https://www.regierung-mv.de/static/Regierungsportal/Portalredaktion/Inhalte/Corona/Corona-Verordnung.pdf)

Hiervon umfasst sind zunĂ€chst nur Angebote, soweit sie der PrĂŒfungsvorbereitung dienen und im Einzelunterricht angeboten werden können.

Der o.g. Erlass vom 8. Mai 2020 sieht eine schrittweise Öffnung der Musikschulen in fĂŒnf Schritten vor und enthĂ€lt weitere Vorgaben zum Besucher- und Einlassmanagement und ZugĂ€nglichkeit der GebĂ€ude, zu Abstandsregelungen, zu sonstigen Hygienemaßnahmen und zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (inkl. HonorarkrĂ€fte).

Schritt 1 (ab 11. Mai 2020) umfasst folgende Regelungen: „Ermöglichen von Unterricht fĂŒr SchĂŒlerinnen und SchĂŒler, die sich auf die AbiturprĂŒfung, die AufnahmeprĂŒfung an Schulen mit musischem Schwerpunkt oder Musik- und Kunsthochschulen vorbereiten, unter BerĂŒcksichtigung von Auflagen zur Hygiene sowie zu Einlass- und KontaktbeschrĂ€nkungen. Zulassen von Einzelunterricht unter BerĂŒcksichtigung von Auflagen zur Hygiene sowie zu Einlass- und KontaktbeschrĂ€nkungen.

FĂŒr Sprech-, Gesangsunterricht und Unterricht an Blasinstrumenten sind besondere Vorkehrungen zu treffen.“

 

Niedersachsen:

Ab 11. Mai ist die „Wahrnehmung von Bildungsangeboten [
] und die DurchfĂŒhrung von PrĂŒfungen an Volkshochschulen und [
] an Musikschulen, ausgenommen BlĂ€ser und Chor, [
] zulĂ€ssig, wenn sichergestellt ist, dass jede Person beim Betreten und Verlassen der Einrichtung sowie beim Aufenthalt in der Einrichtung einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu jeder anderen Person, die nicht zum eigenen Hausstand gehört, einhĂ€lt.“ Die Musikschule „ist darĂŒber hinaus verpflichtet, Hygienemaßnahmen zu treffen, die geeignet sind, die Gefahr einer Infektion mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 zu vermindern, die Namen, Vornamen und Kontaktdaten der teilnehmenden Personen mit deren EinverstĂ€ndnis zu dokumentieren sowie Möglichkeiten der Desinfektion zu gewĂ€hrleisten. Eine Person darf an einem Bildungsangebot oder einer PrĂŒfung nur teilnehmen, wenn sie mit der Dokumentation [der o.g. Daten] einverstanden ist. Die Dokumentation [
] ist drei Wochen lang nach Abschluss des Bildungsangebotes oder der PrĂŒfung aufzubewahren sowie der zustĂ€ndigen Behörde auf Verlangen vorzulegen.“ GemĂ€ĂŸ § 2 h i.V.m. Art. 3 Abs. 1 der NiedersĂ€chsischen Verordnung zur BekĂ€mpfung der Corona-Pandemie vom 8 Mai 2020. (Quelle: https://www.niedersachsen.de/download/155111.)

 

Nordrhein-Westfalen:

Laut neuer Coronaschutzverordnung des Landes NRW (gĂŒltig ab dem 11. Mai 2020) ist gemĂ€ĂŸ §7, Abs. 2 in „Musikschulen [
] der Unterricht fĂŒr Gruppen oder Ensembles mit mehr als 6 Teilnehmern untersagt. In atmungsaktiven FĂ€chern (Gesang, Blasinstrumente) ist nur Einzelunterricht zulĂ€ssig und eine RaumgrĂ¶ĂŸe von mindestens zehn Quadratmetern pro Person vorzusehen.“ Beim Ensembleunterricht ist die Einhaltung der Hygienevorschriften, des Mindestabstands und bestimmter RaumgrĂ¶ĂŸen zu beachten. GemĂ€ĂŸ § 7 Abs. 1 der Verordnung „[
] sind geeignete Vorkehrungen zur Hygiene und zur GewĂ€hrleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen Personen sicherzustellen; hierzu ist der Zutritt zu SchulungsrĂ€umen auf maximal 1 Person pro fĂŒnf Quadratmeter RaumflĂ€che zu begrenzen“. (Quelle: https://www.mags.nrw/sites/default/files/asset/document/200508_fassung_coronaschvo_ab_11.05.2020.pdf.)

Der Einzelunterricht ist in Musikschulen wieder seit 4. Mai 2020 unter der Voraussetzung der in § 5 Abs. 2 der Coronaschutzverordnung des Landes NRW in der ab dem 4. Mai 2020 gĂŒltigen Fassung erlaubt:  „ZulĂ€ssig sind  Bildungsangebote in Volkshochschulen, Musikschulen sowie sonstigen öffentlichen, behördlichen und privaten außerschulischen Bildungseinrichtungen (
) wenn bei der DurchfĂŒhrung geeignete Vorkehrungen zur Hygiene, zur GewĂ€hrleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen Personen und zur Begrenzung des Zutritts zu SchulungsrĂ€umen auf maximal 1 Person pro fĂŒnf Quadratmeter RaumflĂ€che sichergestellt sind; der Mindestabstand von 1,5 Metern muss auch gewĂ€hrleistet sein, wenn Personen sich in den GĂ€ngen zwischen Unterrichtstischen bewegen. In Musikschulen ist nur Einzelunterricht zulĂ€ssig, in atmungsaktiven FĂ€chern (Gesang, Blasinstrumente) ist eine RaumgrĂ¶ĂŸe von mindestens zehn Quadratmetern pro Person vorzusehen.“ (Quelle: https://www.land.nrw/sites/default/files/asset/document/2020-05-01_fassung_coronaschvo_ab_04.05.2020.pdf.)

 

Rheinland-Pfalz:

Nach der Sechsten Corona-BekĂ€mpfungsverordnung Rheinland-Pfalz vom 8. Mai 2020 mit Wirkung ab 13. Mai 2020 (mit Ablauf zum 24. Mai 2020 tritt diese Verordnung außer Kraft) sind gemĂ€ĂŸ § 3 Abs. 4 „Angebote in Volkshochschulen und Musikschulen, mit Ausnahme des Gesangsunterrichtes, [
] zulĂ€ssig, soweit mindestens dem „Hygieneplan-Corona fĂŒr die Schulen in Rheinland-Pfalz“ vom 21. April 2020, veröffentlicht auf der Internetseite des Ministeriums fĂŒr Bildung, in seiner jeweils geltenden Fassung vergleichbare Anforderungen eingehalten werden, insbesondere ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen.“ (Quelle: https://corona.rlp.de/fileadmin/rlp-stk/pdf-Dateien/Corona/6._CoBeLVO_.pdf).

 

Saarland:

Die Landesregierung Saarland hat am 2. Mai 2020 in eine neue Verordnung beschlossen, wonach ab 4. Mai 2020 Musikschulen - unabhĂ€ngig von der TrĂ€gerstruktur und nach den Maßgaben des Infektionsschutzes – wieder öffnen können. Dies gilt jedoch nur fĂŒr den instrumentalen und vokalen Unterricht, soweit nicht mehr als drei Personen einschließlich der Lehrperson daran teilnehmen (Quelle: https://corona.saarland.de/DE/service/medieninfos/_documents/pm_2020-05-02-r%C3%BCckkehr-normalit%C3%A4t-bildung.html)

 

Sachsen:

Musikschulen dĂŒrfen ab dem 15. Mai 2020 geöffnet werden, gemĂ€ĂŸ § 6 Abs. 2 Nr. 5 i.V.m. § 14 der Verordnung des SĂ€chsischen Staatsministeriums fĂŒr Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt zum Schutz vor dem Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 (SĂ€chsische Corona-Schutz-Verordnung – SĂ€chsCoronaSchVO) vom 12. Mai 2020 (https://www.coronavirus.sachsen.de/download/SMS-Corona-Schutz-Verordnung-2020-05-12.pdf; gĂŒltig bis 5. Juni 2020).

Ab 15. Mai 2020 gilt in Sachsen zudem die Anordnung von Hygieneauflagen zur Verhinderung der Verbreitung des Corona-Virus (AllgemeinverfĂŒgung vom 12. Mai 2020). Unter Punkt 4. sind dort als darĂŒberhinausgehende spezielle Hygieneregeln fĂŒr Musikschulen genannt:

  • „Der  Unterricht  ist  nur  als  Einzelunterricht  oder  in  Kleingruppen  bis  zu  vier Personen gestattet. Unterricht fĂŒr Orchester und Chöre ist nicht zulĂ€ssig.
  • Bei Blasinstrumenten und SĂ€ngern ist ein Abstand von 3 Metern einzuhalten.
  • Bei  Blasinstrumenten  ist  das  Kondenswasser  aufzufangen. Benutzte  EinmaltĂŒcher sind in reißfesten MĂŒllsĂ€cken zu sammeln und zu entsorgen. Textile TĂŒcher sind nach der Nutzung entsprechend zu waschen.
  • Nach der Unterrichtseinheit ist grĂŒndlich zu lĂŒften.“

(Quelle: https://www.coronavirus.sachsen.de/download/SMS-Allgemeinverfuegung-Hygienemassnahmen-2020-05-12.pdf.)

 

Sachsen-Anhalt:

Nach der FĂŒnfte Verordnung ĂŒber Maßnahmen zur EindĂ€mmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Sachsen-Anhalt vom 2. Mai 2020 sind gemĂ€ĂŸ § 4 Abs. 6 sind ab dem 4. Mai 2020 Einzel- und Kleingruppenunterricht an Musikschulen bis zu fĂŒnf Personen bei Einhaltung der Hygieneregeln nach § 1 Abs. 6 zulĂ€ssig; ausgenommen davon sind Gesangsunterricht und der Unterricht mit Blasinstrumenten (Quelle: https://coronavirus.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Sonstige_Webprojekte/Corona-Portal/Dokumente/VO_Fuenfte_SARS_CoV-2_EindaemmungsVO_Urschrift_Verkuendung.pdf).

 

Schleswig-Holstein:

ZusĂ€tzlich zu den bisherigen Regeln fĂŒr privaten Musikunterricht im hĂ€uslichen Bereich ist in Hessen auch der Einzelunterricht in Musikschulen ab dem 4. Mai 2020 wieder gemĂ€ĂŸ § 7  Abs. 1 Satz 2 SARS-CoV-2-BekĂ€mpfungsverordnung vom 1. Mai 2020 erlaubt: „Der Einzelunterricht in Musikschulen ist zulĂ€ssig.“ Voraussetzung dafĂŒr ist die Einhaltung der Hygienestandards gemĂ€ĂŸ § 9 sowie die Einhaltung der Vorgaben nach Abschnitt B zu § 7 „ZusammenkĂŒnfte in Bildungseinrichtungen und in Einrichtungen von Glaubens- und Weltanschauungsgemeinschaften“: „Nach Absatz 1 Satz 2 ist der Einzelunterricht in Musikschulen zulĂ€ssig. Voraussetzungen sind die Einhaltung der Hygienestandards des § 9 sowie der Vorgaben der TrĂ€ger und der GesundheitsĂ€mter vor Ort. Die Daten der Personen sind zur Nachverfolgung möglicher Infektionsketten zu speichern. Ein Austausch von Instrumenten oder Instrumententeilen (zum Beispiel MundstĂŒcke, Bögen) ist untersagt. Die SchĂŒlerzahl ist auf eine 1:1 Betreuung pro Lehrkraft zu beschrĂ€nken; Begleitpersonen haben grundsĂ€tzlich keinen Zutritt. Besondere Vorsichtsmaßnahmen fĂŒr BlĂ€ser und SĂ€nger (zum Beispiel TrennwĂ€nde als Spuckschutz) sind umzusetzen.“ (Quelle: https://schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Coronavirus/Erlasse/Landesverordnung_Corona.html).

 

ThĂŒringen:

Die ThĂŒringer Staatskanzlei hat am 30. April 2020 mitgeteilt, dass mit Wirkung zum 4. Mai 2020 in ThĂŒringen folgende Regelungen getroffen: „(
) Öffnung von Musikschulen und Jugendkunstschulen fĂŒr den Einzelunterricht und Unterricht in Kleinstgruppen auf Basis der von den FachverbĂ€nden vorlegten Hygiene- und Sicherheitskonzepte (
).“

Über mögliche zusĂ€tzliche Maßnahmen werde die Landesregierung im Anschluss der Besprechung der Regierungschefinnen und Regierungschefs der LĂ€nder mit der Bundesregierung am 6. Mai 2020 entscheiden (Quelle: https://www.landesregierung-thueringen.de/medien/medieninformationen/detailseite/44-2020/).

Öffentliche Musikschulen für Einzel- und Kleingruppenunterricht öffnen!

Die lehrplanbasierten Angebote in öffentlichen Musikschulen bleiben fĂŒr den PrĂ€senzunterricht mindestens bis zum 4. Mai verboten, in einigen BundeslĂ€ndern auch lĂ€nger. So das Ergebnis der BeschlĂŒsse der Telefonschaltkonferenz vom 15. April 2020 ĂŒber die EinschrĂ€nkungen des öffentlichen Lebens aufgrund der Corona-Pandemie.

 

In einem Schreiben an die Bundesregierung und die Landesregierungen hat sich der Verband deutscher Musikschulen (VdM) gegen die Ungleichbehandlung von öffentlichen Musikschulen gegenĂŒber freiberuflich tĂ€tigen Musikerziehern gerichtet, denen es nach den entsprechenden Corona-Schutz-Verordnungen der LĂ€nder seit 20. April erlaubt ist, Einzelunterricht zu erteilen.

 

„Die öffentlichen Musikschulen können eher als freiberufliche Musikerzieher gewĂ€hrleisten, dass in klar definierten Angebotsformen wie dem Einzelunterricht oder dem Unterricht mit zwei SchĂŒlern die Schutzvorschriften und Hygieneauflagen durch infrastrukturelle und organisatorische Maßnahmen sowie durch Dienstanweisungen und Dienstaufsicht eingehalten werden“, so die Bundesvorsitzenden des VdM Ulrich Rademacher und Friedrich-Koh Dolge in ihrem Schreiben. Auch die rĂ€umlichen Voraussetzungen seien in öffentlichen Musikschulen hierfĂŒr bei weitem besser gegeben.

 

„Die KontinuitĂ€t des Musikschulunterrichts ist fĂŒr Kinder und Jugendliche von großer stabilisierender Bedeutung – eine weitere Aussetzung der Unterrichtsmöglichkeit in Formen von Einzel- oder Partnerunterricht kann vielfach zu BrĂŒchen in der Ausbildung fĂŒhren, die nur sehr schwer zu kompensieren sind“, betonen die VdM-Bundesvorsitzenden. Ein weiteres generelles Unterrichtsverbot fĂŒhre auch zur erheblichen FunktionsbeeintrĂ€chtigung an den Musikschulen und zu strukturellen SchĂ€den der Einrichtungen. Wichtig sei es daher, zum nĂ€chstmöglichen Zeitpunkt, spĂ€testens mit Wirkung zum 4. Mai 2020, einen ersten Schritt  hin zur Wiederbelebung  des öffentlichen Musikschulangebotes zu wagen und die genannten begrenzten Unterrichtsangebote zuzulassen.

 

FĂŒr seine Mitgliedschulen und deren zumeist kommunale TrĂ€ger hat der VdM Konzepte zur Wiederinbetriebnahme an Musikschulen entwickelt. Darin fĂŒhrt er in einem 3-Punkte-Plan die Möglichkeiten und detaillierten Voraussetzungen fĂŒr eine schrittweise Öffnung der Musikschulen unter Einhaltung der Hygienebestimmungen und der Nachverfolgung von Infektionsketten aus. Auch fĂŒr die angemessene FortfĂŒhrung von Kooperationsangeboten zwischen Musikschule und allgemeinbildender Schule werden darin zur Corona-Schutz-Verordnung konforme Angebotsformen im Gruppenunterricht parallel zur Öffnung von Schulen beschrieben.

FĂŒr einen solchermaßen sicheren Unterricht können die Kommunen als TrĂ€ger oder GewĂ€hrstrĂ€ger der Musikschulen die notwendigen Voraussetzungen schaffen und den Personaleinsatz entsprechend steuern.

„Mehr als eine Million Kinder und Jugendliche warten auf geistige und emotionale Nahrung!“, erklĂ€rte der VdM-Vorsitzende Ulrich Rademacher.

Mini-Film der Deutschen Streicherphilharmonie - Junge Musiker nutzen in Corona-Zeiten das Internet als Bühne

Ein Blick auf die Homepage der Deutschen Streicherphilharmonie ist ernĂŒchternd: alle Konzerttermine bis Ende April abgesagt. Doch wie viele andere Musiker auch, will das Bundesauswahlorchester, in dem die Spitzentalente unter den Streichinstrumentalisten der Musikschulen vereint sind, das Internet als BĂŒhne nutzen und setzt auf Online-Konzerte.

 

Das Orchester unter Leitung des Dresdner Geigers Wolfgang Hentrich will sein Publikum nicht im Stich lassen und wendet sich an dasselbe mit einem Video eines Mini-Konzertes, das ab dem 27. MÀrz als Video unter www.musikschulen.de abrufbar ist.

 

Hentrich, seit 1996 Konzertmeister der Dresdner Philharmonie, hat dazu ein Video seines Dirigates an die beteiligten Musiker zwischen elf und 20 Jahren geschickt. Sie senden ihre Stimmen auf gleiche Weise zurĂŒck. Stephen Waarts, Solist bei Haydns Vio­linkonzert, spielt seinen Part im fernen San Francisco ein.

 

Beim Verband deutscher Musikschulen in Bonn als TrĂ€ger des Orchesters wird das Material zusammengefĂŒgt und fĂŒr eine erste Übertragung am Freitag, den 27. MĂ€rz, vorbereitet. An diesem Tag sollte das Ensemble eigentlich in Gevelsberg spielen. „NatĂŒrlich hoffen wir alle, dass die nĂ€chs­ten geplanten gemeinsamen Probenphasen und Konzertreisen in diesem Jahr stattfinden können“, sagte Projektleiterin Brigitte Baldes. Bis dahin blieben die Mitglieder per Social Media auch probentechnisch verknĂŒpft.

 

Hentrich hĂ€lt ein solches Engagement in Krisenzeiten fĂŒr notwendig. Als der FlĂŒchtlingsstrom 2015 auf dem Höhepunkt anlangte, spielte er mit dem Philharmonischen Kammerorchester Dresden in einem Dresdner FlĂŒchtlingscamp.

 

Mehr als 9.000 Kilometer Bühnenbreite

Ihr erstes Online-Konzert per Video-Zusammenschnitt hat so große Beachtung gefunden, dass die jungen Musikerinnen und Musiker der Deutschen Streicherphilharmonie und ihr Chefdirigent Wolfgang Hentrich gemeinsam mit dem herausragenden Solisten Stephen Waarts diesen zweiten Teil aufgenommen haben - der junge Stargeiger in seinem aktuellen Wohnort San Francisco, die Orchestermitglieder und ihr Dirigent in ihren Wohnzimmern in ganz Deutschland. Und so baut dieses zweite Online-Konzert eine musikalische BrĂŒcke um den halben Globus.

 

Gespielt wird der 2. Satz ais Joseph Haydns Violinkonzert C-Dur.

 

Sie finden das Video auf YouTube unter folgendem Link:
https://www.youtube.com/watch?v=q5z30_BIjNY

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