Kreismusikschule Johann Sebastian Bach in Mühlhausen Thüringen
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VDM News

?Wege zur Erinnerung?- ein Förderprogramm für gemeinsame deutsch-polnische Gedenkstättenprojekte

Das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW) bietet 2020 erneut das Förderprogramm "Wege zur Erinnerung" an – eine besondere Förderung für Projekte, in denen die Thematik der NS-Herrschaft und des zweiten Weltkriegs ein wichtiger Programmbestandteil ist.

Anmeldefrist ist der 29. Februar 2020.

Detaillierte Informationen zum Förderprogramm finden hier.

 

NEU bei „Wege zur Erinnerung“: KAMPAGNE #StolenMemory  als deutsch-polnisches Bildungsprojekt

 

Gemeinsam mit den Arolsen Archives ermöglicht das DOJW erstmalig deutsch-polnischen und trilateralen Jugendgruppen, im Rahmen des Förderprogramms „Wege zur Erinnerung“ sich der Kampagne #StolenMemory anzuschließen und an Biographien von NS-Verfolgten aus ihren jeweiligen Ländern zu arbeiten und zu recherchieren. Das Besondere an #StolenMemory ist die Verbindung von Information, Erinnerung, lokalhistorischem Ansatz und der Möglichkeit, selbst aktiv bei der Kampagne mitzuwirken.

Weitere Informationen zu der Kampagne #StolenMemory finden Sie hier.

 

Interessenten, die die Kampagne #StolenMemory in eigene deutsch-polnische Gedenkstättenprojete einbeziehen möchten, sind herzlich eingeladen, am EinfĂĽhrungsseminar „Kampagne #StolenMemory als deutsch-polnisches Bildungsprojekt“ teilzunehmen.  Das Seminar findet in  in der IJBS Oświęcim / Auschwitz vom 30. Januar bis zum 3. Februar 2020 in Oświęcim statt.

Anmeldefrist ist der 18.12.2019.

Weitere Informationen samt Programm des Seminars finden Sie hier.

 

Bei Rückfragen steht Ihnen Herr Piotr Kwiatkowski vom Förderreferat Schulischer Austausch des DPJW gerne zur Verfügung:

 

Piotr Kwiatkowski

Referat Wspierania Wymiany Szkolnej / Förderreferat Schulischer Austausch

Polsko-Niemiecka WspĂłłpraca Młodzieży (PNWM)
Deutsch-Polnisches Jugendwerk (DPJW)

ul. Alzacka 18, 03-972 Warszawa
Tel.: +48-22 / 518-89-32
Fax: +48-22 / 616-06-62

Klassik-Slam des rbb

Am 24. November 2019 fand zum dritten Mal der rbb KlassikSlam im ausverkauften Heimathafen Berlin Neukölln statt. Sechs Ensembles hatten die Vorauswahl bestanden und traten an, um durchaus professionelle Leistungen als erwachsene Laienmusiker vorzuweisen. Die Spannung war mit Händen zu greifen, jedes Ensemble gab sein Bestes. Die Besetzungen reichten vom Blechbläserquintett über ein Violoncello-Klavier-Duo, ein Sänger-Klavier-Duo, ein gemischtes Bläserensemble bis hin zum 14-köpfigen Saxophonensemble. 

 

Am Ende gewann jedoch das Blockflötenquintett QuinTibia der Musik- und Kunstschule Havelland (Brandenburg). Die Entscheidung traf das Publikum, nachdem zuvor eine Jury aus drei Musikredakteuren kritische Anmerkungen zu jedem Ensemble abgegeben hatte: Die Lautstärke des Beifalls wurde von einem „Applausometer“ gemessen. QuinTibia lag mit 110 Dezibel am höchsten aller jemals bei einem rbb KlassikSlam da gewesenen Werte. 

 

Die Jury lobte die Phrasierung und die Stückauswahl. QuinTibia spielte sich mit drei ganz unterschiedlichen Stücken in die Herzen des Publikums. Besonders „Ingxunguphalo (Der große Kummer)“ von Sören Sieg, ein sehr ruhiges Stück in tiefster Lage, wirkte geradezu hypnotisierend.

 

QuinTibia hat sich an der Musik- und Kunstschule Havelland 2015 unter der Leitung von Lucia Zeißig gegründet. Zunächst nur mit der Absicht, gemeinsam zu musizieren, trafen sich die fünf erwachsenen Schülerinnen und Schüler regelmäßig zu Proben. Schnell kam die erste Konzertanfrage und inzwischen bestreitet die Gruppe regelmäßig etwa fünf eigene Konzerte pro Jahr im Berliner Umland.

 

Im Februar 2020 werden die Mitglieder von QuinTibia, Annette Berg, Salomé Stühler, Camille Baillon, Martin Schäfer und Björn Weidemann sogar ein Konzert in Jerusalem geben; bei dieser Gelegenheit, so haben sie beschlossen, treten sie dann gleich auch noch beim Wettbewerb des Tel Aviv Recorder Festivals an. Der rbb KlassikSlam in Berlin war dafür eine gute Vorbereitung.

Nicht nur Serenaden

Am 28. November 2019 um 20:04 Uhr stellt Dirk Hühner in der rbb kulur Sendung "Talente und Karrieren'" die neue CD "Alma!" der Deutschen Streicherphilharmonie vor.

 

In der Vorschau heißt es dazu: "Natürlich gehören die großen Streicherserenaden von Antonín Dvorák und Josef Suk zum Repertoire der Deutschen Streicherphilharmonie. Darüber hinaus hat das Ensemble auch unbekannte Werke im Programm und gibt sogar Werke in Auftrag. Für die aktuelle CD hat die israelische Komponistin Shir-Ran Yinon ein Stück beigesteuert. Die Musikerinnen und Musiker sind alle unter 21 und werden unter anderem vom Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin gecoacht."

 

Zum Programm

Der geheime Garten

 
 

 

 
Foto: Sandra Freundt

Das Wochenende am 2. und 3. November 2019 stand in der Festhalle in Bad Oldesloe ganz im Zeichen des Geheimen Gartens – einem Buch von Frances Hodgson Burnett.

 

 
 

Die "Schule für Ballett & Tanz" der Oldesloer Musikschule unter der Leitung von Nana Leveke Klamp hat mit den 100 Tänzerinnen ein Jahr lang geprobt, um das Stück auf die Bühne zu bringen. Professionell und einfühlsam begleitet wurde der Tanz zum Teil vom Kammermusikensemble „La musica“ unter musikalischen Leitung von Susanna Pocs der Oldesloer Musikschule und zum Teil mit Stücken aus dem gleichnamigen Film zum Roman, die aus der Feder von Zbigniew Preisner stammen.

 

600 Zuschauer an zwei Abenden konnten Zeugen dieses Erfolges werden, bei dem einfach alles stimmte. Das Zusammenspiel von SchĂĽler-Orchester und Tanz war das Ergebnis vieler Proben und fĂĽr die SchĂĽlerinnen und SchĂĽler ein groĂźer

Gewinn. Das Aufeinanderhören und -achten, das gemeinsame Atmen für die nächste Sequenz und auch das Einstellen auf neue Gegebenheiten. Denn kein Tanz ist immer gleich, kein Stück ist immer im identischen Rhythmus gespielt, sondern alles lebt – all das sind Dinge, die alle Mitwirkenden bei diesem Projekt mitgenommen haben. Die Schülerinnen tanzten herausragend und alle Eltern waren begeistert.

 

 
Foto: Marian Henze

Doch auch der technische Part, gestellt vonseiten der Firma SLS, war professionell durchgeführt. Karin Voss, die Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Oldesloer Musikschule für Stadt und Land e.V. unterstützte beim Kartenverkauf und Einlass. Für das Catering war mit Timo Skudlarz und seinem gut gelaunten Team gesorgt. Die Zuschauer dankten es mit großem Applaus.

 

Diese Produktion beweist, dass sich verschiedene Fachbereiche gegenseitig unterstützen und miteinander musikalisch und persönlich wachsen können, sowie dass mit guter Vorbereitung und Pressearbeit durch eine Musikschule eine beachtliche Produktion auf die Beine gestellt werden kann.

 

Ausschreibung des BMU-Medienpreises 2020

Der Bundesverband Musikunterricht e. V. (BMU) schreibt zum elften Mal einen Medienpreis für innovative und musikpädagogisch anspruchsvolle Medienproduktionen im Bereich audiovisueller Medien und plattformübergreifender Medien einschließlich Internet aus.

 

Mit dem BMU-Medienpreis sollen

  • Computer-Programme / Lernsoftware
  • Rundfunk- und Fernsehsendungen
  • Internetportale
  • Tonträger und audiovisuelle Medien
  • Printprodukte bzw.
  • Cross-Media-Produkte

ausgezeichnet werden, die Kindern und Jugendlichen auf besonders ansprechende Weise Zugänge zu Musik eröffnen und im schulischen Kontext musikpädagogisch wirken.

 

Die Jury setzt sich zusammen aus Mitgliedern des BMU-Bundesvorstandes und weiteren Fachvertretern.

 

Die Preisträger werden in einer bundesweit verbreiteten Empfehlungsliste vorgestellt und im Rahmen des 5. Bundeskongresses Musikunterricht vom 23. bis 27. September 2020 in Mannheim ausgezeichnet.

 

Die genaue Ausschreibung ist unter https://www.bmu-musik.de/projekte/medienpreis/ausschreibung-2020.html veröffentlicht.

Landesoffensive für öffentliche Musikschulen in NRW: Sieben Millionen Euro zusätzlich bis 2022

Auf der Mitgliederversammlung des Landesverbands der Musikschulen in NRW am 15. November 2019 gab die Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, Isabel Pfeiffer-Poensgen, die Verdreifachung der Mittel für die öffentlichen Musikschulen in NRW bekannt. Der Landesverband begrüßt die signifikante Erhöhung der Förderung, mit dem die Landesregierung der gesellschaftlichen Verantwortung, die die öffentlichen Musikschulen in den Kommunen übernehmen, Rechnung trägt.

Das Land wird nun gemeinsam mit dem Landesverband und den kommunalen Spitzenverbänden die effiziente und passgenaue Verteilung der Mittel in Angriff nehmen.

 

Das Ministerium fĂĽr Kultur und Wissenschaft des Landes NRW in seiner Pressemitteilung vom 15. November 2019:

 

„Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft verdreifacht die Landesförderung für die öffentlichen Musikschulen in Nordrhein-Westfalen: Bis 2022 stehen den Musikschulen im Rahmen der Stärkungsinitiative Kultur sieben Millionen Euro mehr als noch 2018 zu Verfügung. Das teilte Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen heute (15. November) im Rahmen der Mitgliederversammlung des Landesverbandes der Musikschulen in Nordrhein-Westfalen e.V. (LVdM NRW) in Hamm mit.

 

'Trotz ihrer wichtigen gesellschaftlichen Funktion sind die Musikschulen zunehmend auf Honorarkräfte im Lehrbetrieb angewiesen. Hier setzen wir mit der Landesoffensive an: Wir wollen erreichen, dass der Anteil der Festangestellten steigt und so die Qualität der in den Musikschulen geleisteten Arbeit dauerhaft gesichert ist. Darüber hinaus soll die erhöhte Förderung den Musikschulen Möglichkeiten zur Weiterentwicklung etwa in den Bereichen Talentförderung, Interkultur und Digitalisierung bieten', sagte Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen. 'Wir verstehen die Offensive auch als ein Signal in die Kommunen. Denn auch wenn das Land nur einen kleineren Anteil am Gesamtbudgetleisten kann, möchten wir die Diskussion in den Kommunen wieder auf den großen Beitrag lenken, den die Musikschulen in den Gemeinden, Städten und Kreisen leisten.'

 

Im Rahmen der Stärkungsinitiative Kultur wurde die Förderung in diesem Jahr gegenüber 2018 von 2,9 auf 3,9 Millionen Euro erhöht. Unter Vorbehalt der Verabschiedung des Haushalts wächst der Etat für die Musikschulen in 2020 nochmals um 500.000 Euro, in 2021 kommen weitere 1,5 Millionen Euro hinzu. Mit zusätzlichen vier Millionen Euro im Jahr 2022 stehen schließlich sieben Millionen Euro mehr Landesmittel zur Verfügung. Der Gesamtetat steigt damit auf insgesamt knapp zehn Millionen Euro, was mehr als dem Dreifachen der 2018 bereitgestellten und davor jahrelang nicht erhöhten Mittel entspricht.

 

Bernd Smalla, Vorsitzender des Landesverbands der Musikschulen in NRW e.V. sagte: 'Öffentliche Musikschulen sind heute unverzichtbare Partner in den kommunalen Bildungslandschaften. Für ihre vielfältigen Aufgaben brauchen Musikschulen bestens geschultes Personal in festen Arbeitsverhältnissen. Ein höherer Anteil festangestellter Lehrkräfte an den öffentlichen Musikschulen des Landesverbandes steigert die Qualität des Bildungsangebots in ganz Nordrhein-Westfalen. Mit der Erhöhung der Förderung würdigt die Landesregierung nicht nur den Bei-trag der öffentlichen Musikschulen zur Bewältigung gesellschaftlicher Veränderungsprozesse, sondern setzt auch ein Zeichen für eine verbesserte Bildungsgerechtigkeit in Stadt und Land.'

 

Rund 180 öffentliche Musikschulen erhalten Landesförderung. Davon sind 159 Mitglied im LVdM NRW. Grundsätzlich fördert das Land die Musikschulen, die die Kriterien der Kommunalen Gemeinschaftsstelle (KGSt) erfüllen. Berechnungsbasis für die Landesförderung sind die jährlichen Schülerbelegungszahlen. Daneben werden Projekte des LVdM mit landesweiter Bedeutung sowie profil- und strukturbildende Projekte der Musikschulen gefördert. Zusätzlich sind die Musikschulen ein entscheidender Partner bei der Umsetzung des JeKits-Programms, mit dem rund 70.000 Schülerinnen und Schüler an rund 1.000 Grund-und Förderschulen teilweise erste musikalische Erfahrungen machen. Allein in den 159 Musikschulen des LVdM NRW musizieren rund 336.000 Schülerinnen und Schüler in rund 420.000 Belegungen – von Anfängern bis hin zu Bundespreisträgern bei Jugend musiziert, Jugend komponiert und Jugend jazzt.“

 

Weitere Informationen unter

www.mkw.nrw und  unter www.lvdm-nrw.de

5. Bundeskongress Musikunterricht zum Thema Resonanz

Der 5. Bundeskongress Musikunterricht findet vom 23. bis 27. September 2020 in Mannheim statt. Das Tagungszentrum des größten musikpädagogischen Kongresses in Europa bilden das Congress Center Rosengarten, die unmittelbar benachbarte Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim sowie zentral gelegene Schulen und die Musikschule Mannheim. Erwartet werden auch diesmal wieder mehr als 1500 Musiklehrkräfte aller Schularten und Schulformen, Studenten, Referendare und Hochschullehrkräfte, die an einem zielgruppenspezifischen Fortbildungsangebot von über 350 Kursen teilnehmen können. Parallel präsentieren Verlags-, Musikalien- und Instrumentenhändler ihr Sortiment im Congress Center Rosengarten. Ein attraktives Rahmenprogramm mit Konzerten, Führungen und Preisverleihungen runden das Kongressangebot ab.

 

Zentrales Anliegen des alle zwei Jahre in wechselnden Bundesländern stattfindenden Bundeskongresses Musikunterricht ist die fachbezogene Fortbildung für Musiklehrkräfte aller Schulformen. Hauptziel ist die Qualitätsverbesserung des Musikunterrichts an allgemeinbildenden Schulen in seinen inhaltlichen, methodischen, sozialen und pädagogischen Aspekten. Speziell für Studenten und Referendare ist das „Junge Forum Musikunterricht“ präsent, in dem ein Austausch zwischen angehenden und erfahrenen Lehrkräften stattfinden kann. Darüber hinaus wendet sich der Bundeskongress aber auch an alle Kooperationspartner des schulischen Musikunterrichts und an alle, die an musikpädagogischen Fragen interessiert sind.

 

Das Tagungsmotto „Resonanz“ betrachtet einerseits Resonanz als ein musikalisches Phänomen. Andererseits entsteht Resonanz, wenn Musik zu unserem Besitz wird und Töne in uns wiederhallen, wenn sich Schülerinnen und Schüler selbstwirksam in Gespräche über Musik einbringen, um ihren eigenen Standpunkt zu finden. Resonanz entsteht im Zusammenspiel der Künste und gründet sich auf gesellschaftliche Querschnittsaufgaben der Inklusion und Medienbildung. Resonanz ist auch Grundlage des menschlichen Zusammenlebens. Das gilt auch für die Zusammenarbeit in der Schulgemeinschaft und im Zusammenspiel verschiedener Institutionen, etwa in Kooperationen zwischen schulischen und außerschulischen Bildungseinrichtungen.

 

Gefördert wird der 5. Bundeskongress Musikunterricht vom Baden-Württembergischen Kultusministerium. Die Stadt Mannheim sowie die Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim als zentrale Kooperationspartner unterstützen den Kongress mit Räumlichkeiten und Sachleistungen.

 

Anmeldestart ist der 10. Januar 2020
 
Weitere Informationen unter www.bundeskongress-musikunterricht.de.
Download Kongressgrafik

Musikpädagogik gehört zum Recht auf Kultur

Wie beeinflussen Digitalisierung, Inklusion und barrierefreie Teilhabe an Kultureller Bildung die musikpädagogische Arbeit der öffentlichen Musikschulen? Mit dieser Frage beschäftigte sich eine Podiumsdiskussion des Kuratoriums beim Verband deutscher Musikschulen Hessen (VdM Hessen) am 22. Oktober 2019 im Hessischen Landtag.

 

Wichtiges Fazit angesichts der laufenden öffentlichen Debatte um Digitalisierung in der Bildung: Das analoge Musizieren auf etablierten Instrumenten und das virtuelle Musizieren mit digitalen Medien sollten keinesfalls gegeneinander ausgespielt werden. Denn beide Welten des Musizierens bieten eine spezifische Erlebnis- und Erfahrungsdimension. Deshalb sei die digitale Auseinandersetzung mit Musik als Erweiterung des Musikunterrichts zu verstehen, nicht als Konkurrenz zu diesem. Allerdings ist eine pädagogische Begleitung notwendig, damit Kinder und Jugendliche einen kritischen, selbstbestimmten Umgang mit den digitalen Möglichkeiten erlernen.

 

Die Teilnehmer der Diskussionsveranstaltung mit dem Titel „Persönlichkeit und Musizierenlernen, Kulturelle Bildung und Digitalisierung“ waren Wolfgang Schneider (Direktor des Institutes für Kulturpolitik der Stiftung Universität Hildesheim), Maria Spychiger (Professorin für Empirische Musikpädagogik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main) und Udo Dahmen (Künstlerischer Direktor und Geschäftsführer des Fachbereichs Populäre Musik an der Popakademie Baden-Württemberg in Mannheim). Moderatorin des Abends war Gabriele König, Fachbereichsleiterin Kultur der Stadt Krefeld.

 

Als inhaltlicher Impulsgeber des Abends sprach Wolfgang Schneider über die kulturpolitischen Grundlagen für das Musizieren als wesentlichem Ausdruck kultureller Bildung. Er leitete anschaulich das Recht auf Kunst und Kultur aus der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“, dem „UN-Übereinkommen über die Rechte der Kinder“ und der „UNESCO-Konvention über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen“ ab. In der Konsequenz forderte Schneider daher die deutliche Stärkung der kulturellen Bildungsfächer wie beispielsweise Musik, Kunst und Theaterspiel im Bildungssystem. Diese müssen ähnlich den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften und Technik) als Set differenzierter kultureller Bildungsfächer wahrgenommen werden. Denn sie böten einen unersetzlichen, persönlichkeitsbezogenen Gegenpol zu oft einseitig theoriebetonten MINT-Unterrichtsfächern.

 

Eröffnet hatten den Abend Karin Müller, Vizepräsidentin des Hessischen Landtages, mit einem Grußwort und Joachim-Felix Leonhard, Vorsitzender des Kuratoriums beim VdM Hessen, mit einer thematischen Einleitung. Der ehemalige Staatssekretär des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst wurde vor wenigen Tagen in Berlin zum Ehrenmitglied des Deutschen Musikrates gewählt. Er stellte die Intention des Kuratoriums vor, das sich als Plattform für die Zusammenführung von Persönlichkeiten aus Kultur und Politik, Hochschulen, Medien und Wirtschaft versteht. Ziel dieser Aktivität ist es, die Arbeit des VdM Hessen in Bezug zu setzen zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen wie Integration, Inklusion und kultureller Vielfalt.

 

Einen Einblick in seine Unterrichtspraxis im digitalen Klassenzimmer und der damit verbundenen Arbeit mit Laptop und Tablet gab der Mannheimer Producer, Composer und Audio-Engineer Jonas Mengler. Er zeigte den Spannungsbogen zwischen der schlichten Digitalisierung von Musikinstrumenten und der Entwicklung digitaler Medien als eingeständiger bzw. neuartiger Musikinstrumente auf.

 

In seinem Schlusswort am Ende eines lebhaften und vielschichtigen Diskussionsabends zog Leonhard ein kritisches Fazit, in dem er die schlechte finanzielle Situation der öffentlichen Musikschulen plastisch beschrieb. Seine Mahnung: Letztlich werde eine bildungspolitisch zielführende Digitalisierung in der musikalischen Bildung ohne den Erhalt und vor allem den Ausbau entsprechender kultureller Bildungseinrichtungen wie der öffentlichen Musikschulen nicht denkbar sein.

 

Die Podiumsdiskussion richtete sich an Schüler und Lehrkräfte der allgemeinbildenden Schulen und der öffentlichen Musikschulen sowie an politische Entscheidungsträger aller Ebenen aus dem ganzen Bundesland.

Bayerische Musikschulen tagen in Harmonie

Unter dem Motto "Musik braucht Qualität – Musikschule“ fand vom 24. bis 26. Oktober 2019 in Ingolstadt der 42. Bayerische Musikschultag statt.

 

Zu einem abwechslungsreichen Programm aus aktuellen musikpädagogischen und bildungspolitischen Themen in Festakt und Forum in der Kurfürstlichen Reitschule (VHS) sowie einem eindrucksvollen Querschnitt der bayerischen Musikschularbeit in verschiedenen öffentlichen Konzerten, trafen sich insgesamt 350 Delegierte der bayerischen öffentlichen Musikschulen in der Festungsstadt. Persönlichkeiten wie die Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, Kerstin Schreyer, waren zur Unterstützung angereist, denn es gilt, die staatliche Förderung und politische Unterstützung der so wichtigen kulturellen und gesellschaftsbildenden Arbeit der Musikschulen zu erhalten und auszubauen.

 

Turnusgemäß standen in der Mitgliederversammlung des Verbandes Bayerischer Sing- und Musikschulen am 26. Oktober 2019 die Vorstandswahlen an. Allen voran im Amt bestätigt wurde bereits zum dritten Mal in Folge einstimmig der Erdinger Landrat Martin Bayerstorfer als Präsident des Verbandes Bayerischer Sing- und Musikschulen. Sein ehrenamtlicher Einsatz auf politischer Ebene für die über 200.000 Schüler und mehr als 5.000 Lehrkräfte an den 220 bayerischen Musikschulen des Verbandes wurde besonders gewürdigt. Mit überwältigender Mehrheit wurden auch die erneut angetretenen Mitglieder des Vorstands und des Erweiterten Vorstands wiedergewählt. Auch neu zu besetzende Positionen wurden mit großen Mehrheiten besetzt. Insgesamt hat der bayerische Musikschulverband in Ingolstadt eindrucksvoll bewiesen, dass Qualität Spaß macht – auf allen Ebenen.

Jüngstes Spitzenorchester gastiert in Halle und in Münster

Konzerte der Deutschen Streicherphilharmonie beim Finale des enviaM-Wettbewerbs "Musik aus Kommunen" am 10. November 2019 in Halle und zum 100. Geburtstag der Westfälischen Schule für Musik am 11. November 2019 in Münster

 

Gerade einmal 11 Jahre alt sind die jüngsten Mitglieder der Deutschen Streicherphilharmonie (DSP) und mit 18 Jahren gehören sie bereits zu den „Alten“ in Deutschlands jüngstem Spitzenorchester. Der beste Streichernachwuchs aus dem bundesweiten Raum ist hier versammelt und beeindruckt das Publikum auf deutschen und internationalen Bühnen mit seinem hohen technischen Können und hinreißender Spielfreude.

 

Am 10. November 2019 um 16:00 Uhr sind die jungen Musikerinnen und Musiker erneut zu Gast in der Georg-Friedrich-Händel-Halle, wo sie traditionell das Finale des enviaM-Wettbewerbs "Musik aus Kommunen" umrahmen. Unter der Leitung ihres Chefdirigenten Wolfgang Hentrich spielen sie Julius Klengels „Hymnus for 12 Cello“, Peter Warlocks „Capriol Suite“ (2. und 6. Satz) und den 2. Satz aus Joseph Haydns Violinkonzert C-Dur mit der jungen Geigerin Juanita Maulbrich. Weiter stehen auf dem Programm Ausschnitte aus dem „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-SaĂ«ns, aus der Oper „Xerxes“ von Georg Friedrich Händel und aus der Streicherserenade E-Dur von AntonĂ­n Dvořák. Ein besonderer Abschluss verspricht der Auftritt mit der Band The Coins zu werden, mit der das Orchester „Cello“ von Udo Lindenberg in einem Arrangement von Shir-Ran Yinon spielt.

 

Tags darauf gratuliert die Deutsche Streicherphilharmonie am 11. November 2019 um 18:00 Uhr mit einem eigenen Konzert der Westfälischen Schule fĂĽr Musik zu ihrem 100. Geburtstag. Unter der Leitung ihres Chefdirigenten Wolfgang Hentrich spielen sie Julius Klengels „Hymnus for 12 Cello“, das Intermezzo aus Pietro Mascagnis „Cavalleria Rusticana“, „Der Elefant“ aus dem „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-SaĂ«ns, Peter Warlocks „Capriol Suite“ (2. und 6. Satz) und die Kammersinfonie von Dmitri Schostakowitsch. Weiter stehen auf dem Programm der 2. Satz aus Joseph Haydns Violinkonzert C-Dur mit dem jungen Geiger Leon StĂĽssel und die Streicherserenade E-Dur von AntonĂ­n Dvořák.

 

Die Mitglieder der Deutschen Streicherphilharmonie haben sich über ein Probespiel für die Mitwirkung in dem Bundesauswahlorchester qualifiziert und treffen sich mehrmals im Jahr zu Probenphasen und Konzertreisen. Die hohe Qualität des einzigartig differenzierten Streicherklangs ist vor allem durch die kontinuierliche Arbeit mit dem langjährigen Dozententeam – allesamt Mitglieder des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin, dem Patenorchester der DSP – geprägt. 1973 in (Ost-)Berlin als Rundfunk-Musikschulorchester gegründet, ist das Ensemble seit 1991 in der Trägerschaft des Verbandes deutscher Musikschulen. Die Deutsche Streicherphilharmonie wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

 

Der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker hat das junge Spitzenorchester als das „Orchester der Wiedervereinigung“ bezeichnet. 2020 werden sich die rund 65 Musikerinnen und Musiker auf die Spuren ihrer Geschichte begeben, wenn sie anlässlich des Jubiläums „30 Jahre Deutsche Einheit“ in allen 16 Bundesländern konzertieren, um auf diese Weise mit der Sprache der Musik ein Zeichen für die Einheit zu setzen. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat die Schirmherrschaft über dieses Projekt, der weltweit gefeierte Dirigent Marek Janowski steht dem Vorhaben von Beginn an als musikalischer Ratgeber eng zur Seite.

 

Konzert der Deutschen Streicherphilharmonie in Halle

Sonntag, 10. November 2019, 16:00 Uhr

Georg-Friedrich-Händel-Halle

Salzgrafenplatz 1, 06108 Halle (Saale)
Tickets unter https://www.eventim.de/event/deutsche-streicherphilharmonie-georg-friedrich-haendel-halle-12358917

 

Konzert der Deutschen Streicherphilharmonie in MĂĽnster

Montag, 11. November 2019, 18:00 Uhr

LWL - Museum fĂĽr Kunst und Kultur

Domplatz 10, 48143 MĂĽnster
Der Eintritt ist frei.

 

Weitere Informationen unter www.deutsche-streicherphilharmonie.de,

https://musik-aus-kommunen.de und unter https://www.stadt-muenster.de/musikschule/100-jahre-musikschule.

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